Stammesgeschichte

stammesgeschichteIm Jahre 1949 beschlossen die Brüder Josef und Peter Kaiser aus gemeinschaftlichen Gründen einen Pfadfinderstamm in Giesenkirchen zu gründen. Gesagt, getan! Mit den Jungs, die sich damals schon regelmäßig trafen und einigen „neuen“ dazugewonnenen Burschen meldeten sie damals unter dem Stammesnamen „Stamm Eburonen“ den heutigen „Stamm Giesenkirchen“. Damals mit nur zwei Sippen, die dann 1953 in Trupps umgenannt wurden, wurde zunächst nur eine Siedlung anerkannt. Regelmäßiger Treffpunkt war damals beim Malermeister „Am Sternenfeld“, da noch kein Jugendheim vorhanden war.

Was heute der Bezirk ist, nannte sich damals Gau und der Stammesvorsitzende war der Stammesfeldmeister. Auch die Rover hießen damals nicht Rover, sondern Ritter und man legte das Ritterversprechen ab. Fast jedes Wochenende waren die Sippen unterwegs. Nideggen und Rickelrath waren oft Ziele der Pfadfinder Giesenkirchens. Tagesaufgabenfahrten wurden von den Sippenführern geplant und mussten erfüllt werden. Die Fahrten beging man mit der Bahn, die damals noch solche Jugendgruppen unterstützte, oder eben mit den klapprigen Fahrrädern, das der ein oder andere besaß.

Mit so wenig Geld in der Tasche wurden Lagerfahrten bestritten, dass man sich heute gar nicht mehr vorstellen kann, wie man damit auch nur einen Tag über die Runden kommen sollte. Doch damals waren die Zeiten anders. Das oberste Gebot der jungen Burschen war „Zusammenhalt“. Frei nach dem Motto: „Und wer nichts hat, dem geben wir was ab!“
Konnten so auch Freunde mitfahren, die mal knapp mit Geld oder Verpflegung waren. Beim nächsten Mal konnte man sich ja wieder revanchieren!

Dann, 1950, war es endlich soweit: die Siedlung wurde zum Stamm! Feldmeister wurde Peter Kaiser, der dieses Amt bis 1952 ausübte. Im Jahre 1953 spaltete sich der Stamm Salier ab. Die Gründe waren denkbar einfach: Meerkamp bekam einen neuen Pfarrektor Jendgens. Da er sehr mit der Pfadfinderei verbunden war, übernahm er gerne das Amt des Stammeskuraten, vorausgesetzt, die Pfadfinder kämen nach Meerkamp. Da viele der Pfadfinder aus Meerkamp stammten, war es natürlich naheliegend, dort einen Stamm zu gründen. Unter Helmut Heinen, der zuerst mit nach Meerkamp ging und 1961 als Stammesfeldmeister wieder zurück zum Stamm Eburonen kam, schlossen sich beide Stämme 1967 für ein Jahr wieder zusammen. Grund hierfür waren die geringen Mitgliederzahlen beider Stämme. Dabei entstand der Name „Stamm Giesenkirchen“.

Die Stammesfeldmeister kamen und gingen, wurden zum ersten und zweiten „Vorsitzenden“ und schließlich nur zum Vorstand.
Viel ist in dieser Zeit geschehen. Der Stamm wandelt sich mehr und mehr mit der Zeit und ist heute einer von 14 Stämmen aus Mönchengladbach.